Osteopathie

Behandlung_11Was ist Osteopathie?

Wörtlich übersetzt bedeutet Osteopathie „Das Leiden des Knochens“.  Sie ist eine manuelle Form der Medizin und dient dem Erkennen und Behandeln von Funktionsstörungen. Ihr Ansatz ist einfach: Leben zeigt sich in Form von Bewegung, dort wo Bewegung verhindert wird, macht sich Krankheit breit.  Der menschliche Körper besteht aus verschiedenen Systemen, die alle miteinander in Verbindung stehen und sich gegenseitig ergänzen und bedingen: Der Bewegungsapparat, die inneren Organe, Nerven, Gefäße, Bindegewebe usw.  Der Organismus versucht, all diese komplexen Verbindungen im Gleichgewicht zu halten.

Geraten diese Systeme durcheinander, zum Beispiel durch einen Infekt, äußere Gewalteinwirkung, eine Krankheit, durch seelische Belastung oder durch Stress, kann der Körper das Gleichgewicht nicht mehr aufrecht erhalten und Symptome entstehen.

Mit Hilfe von unterschiedlichen manuellen diagnostischen Methoden versucht die Osteopathie, die Ursache für diese Bewegungseinschränkungen zu orten. Diese Blockaden bzw. Spannungsmuster werden durch sanfte Techniken beseitigt und der Körper kann sich wieder selber korrigieren.

Informationen zur Behandlung und Anwendungsbeispiele finden Sie hier.

Auf den Seiten des Verbands der Osteopathen Deutschland e.V. können Sie sich außerdem näher über die osteopathische Heilmethode informieren.

 

Woher kommt Osteopathie?

Vor über 120 Jahren begründete der amerikanische Arzt Dr. Andrew Taylor Still
(1828 – 1917)
die Osteopathie – und das aus eigener Not heraus:

Dr. Andrew Taylor Still (1828 - 1917)Der Arzt musste machtlos mit ansehen, wie seine erste Frau und vier seiner Kinder erkrankten und starben. Zwar entwickelte sich zu jener Zeit die Schulmedizin sprung-
haft weiter, entfernte sich jedoch durch reine Symtom-
behandlung und Spezialisierung immer weiter von der ganzheitlichen Medizin.

Mit den Ergebnissen und Arbeitsweisen der damaligen Medizin nicht zufrieden, suchte Still nach einem neuen (oder nur vergessenen?) Verständnis von Gesundheit, Krankheit und Zusammenhängen des menschlichen Körpers und dem, was ihn heilen kann.

Bis heute bilden seine Erkenntnisse die Grundlage der osteopathischen Medizin.

Dieser Heilmethode legte Still – stützend auf intensiven anatomischen und physiologischen Studien – vier Grundprinzipen zu Grunde:

  1. Der menschliche Körper arbeitet als vollkommene biologische Einheit
  2. Der menschliche Körper besitzt Selbstheilungs- und Selbstregulierungskräfte
  3. Struktur und Funktion sind verknüpft. Unnormaler Druck in einem Teil des Körpers erzeugt unnormalen Druck und Anspannungen in anderen Teilen des Körpers.
  4. Oftmals ist der Ort der Beschwerde nicht mit dem Ursprung des Leidens identisch.

Er stellt häufig nur das letzte Glied in einer Kette von Veränderungen dar, wobei der eigentliche Auslöser subjektiv für den Patienten völlig beschwerdefrei sein kann.

Die lebensnotwendige Mobilität und Harmonie zu bewahren oder wiederherzustellen, nicht die Symptome sondern die Ursachen zu behandeln, dies ist der Anspruch und das Ziel der Osteopathie!